/hc/de

Wie kann ich mich vor IP-Leaks durch Flash oder WebRTC schützen?

Die ZenMate Extension versteckt deine IP-Adresse für Browser-Aktivitäten. Jedoch können vom Flash Player verursachte IP-Leaks nicht verhindert werden und WebRTC ist eine bekannte Sicherheitsbedrohung für alle VPNs. Aber keine Sorge - es gibt Möglichkeiten, diese Probleme zu umgehen.

Flash Player

Der Flash Player ist eine sehr alte Technologie, die dafür bekannt ist, dass sie Sicherheitslücken verursachen kann. Da der Flash Player außerhalb des Browsers läuft, wird er von Browser-Erweiterungen wie der ZenMate Browser Extension nicht abgedeckt. Die einfachste und verlässlichste Lösung ist, die ZenMate Desktop Clients für Windows und Mac OS X zu nutzen, denn diese schützen den gesamten Computer.

Falls dein Gerät mit den Desktop Clients nicht kompatibel ist oder dir die ZenMate Browser Extension lieber ist, empfehlen wir dir, zusätzlich zu ZenMate die kostenlose Browser-Erweiterung “Flash Control” zu nutzen. Dadurch kannst du kontrollieren, wann der Flash Player genutzt wird und wann nicht.
Ansonsten kannst du auch den Flash Player direkt über deine Browser-Einstellungen blockieren. Hier ist eine genaue Anleitung, wie das geht:

Firefox

  1. Stelle sicher, dass der Flash Player installiert ist. Gehe auf https://get.adobe.com/de/flashplayer/, um die neuste Version herunterzuladen.
  2. Gehe in die ‘Add-ons’ in der Browser-Menüleiste und klicke dann auf ‘Plugins’
  3. Scrolle nach unten zu ‘Shockwave Flash’ und wähle ‘Nachfragen, ob aktiviert werden soll’ aus
  4. Mache den Test auf http://whoer.net/extended. Wenn ‘Flash’ als ‘N/A’ angezeigt wird, kann dein Flash Player deine IP nicht mehr leaken. Gut gemacht!

Chrome

  1. Stelle sicher, dass der Flash Player installiert ist. Gehe auf https://get.adobe.com/de/flashplayer/, um die neuste Version herunterzuladen.
  2. Öffne die ‘Inhaltseinstellungen’ unter ‘Privatsphäre’ in deinen erweiterten Browser-Einstellungen (chrome://settings/content in deiner Browser-Adressleiste).
  3. Scrolle nach unten zu ‘Plug-Ins’, wähle ‘Selbst auswählen, wann Plug-In-Inhalte ausgeführt werden sollen’ und speichere die Änderung.
  4. Mache den Test auf  http://whoer.net/extended. Falls  ‘Flash’ als  ‘N/A’ angezeigt wird, kann dein Flash Player deine IP nicht mehr leaken. Gut gemacht!

 

WebRTC

WebRTC (Web Real-Time Communication) ist eine Technologie, die es seit 2011 gibt und die für Browser-zu-Browser-Kommunikation gedacht ist. WebRTC ermöglicht die Entwicklung bestimmter Apps, die zum Browser gehören (was generell bedeutet, dass sie sicherer sind). Leider ermöglicht es diese Technik auch, dass Internetseiten Anfragen an sogenannte ‘STUN-Server’ senden, wodurch deine lokale und deine öffentliche IP zurückgeschickt werden.

Browser, bei denen WebRTC eingebaut ist (Chrome, Opera und Firefox), können WebRTC nicht direkt blockieren (und damit auch nicht IP-Leaks). Das bedeutet, dass die ZenMate Browser Extension solche Leaks nicht verhindern kann.

Um zu checken, ob dein Brwoser von diesem Problem betroffen ist, führe bitte folgenden Test durch: https://diafygi.github.io/webrtc-ips/

Der Test war erfolgreich, wenn du ausschließlich deine lokale oder gar keine IP-Adresse siehst. Anders ausgedrückt: Der Test ist bestanden, wenn deine öffentliche IP-Adresse entweder deine aktuelle ZenMate Proxy IP oder unsichtbar ist.

Falls du jedoch deine echte IP-Adresse siehst, kannst du einen der folgenden Lösungsvorschläge ausprobieren, um dich vollständig zu schützen. Bitte sei dir darüber im Klaren, dass diese Lösungen WebRTC vollständig deaktivieren werden. Möchtest du also WebRTC für einen bestimmten Web-Service nutzen, musst du es manuell wieder einrichten.

Firefox

1. Alternative: Nutze das Add-on ‘Statutory’. Du installierst es einfach und schon kann’s losgehen.

https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/statutory/

Falls du WebRTC wieder aktivieren möchtest, deaktivierst du dazu einfach Statutory.

2. Alternative: Diese Art, WebRTC zu deaktivieren, braucht keine zusätzliche Software. Als ersten Schritt gibst du “about:config”  in die Adressleiste deines Firefox-Browsers ein und bestätigst dies mit der Enter-Taste. Jetzt solltest du eine Warnung von Firefox sehen, bei der du bestätigen musst, vorsichtig beim Verändern der Einstellungen zu sein . Da wir keinen Schaden anrichten werden, kannst du auf den Button “Ich werde vorsichtig sein, versprochen!” klicken.

Danach öffnet sich eine Suchleiste am oberen Ende der Seite. Bitte gib “media.peerconnection.enabled” ein, um die betreffende Einstellung zu finden.

  • Falls der Wert von media.peerconnection.enabled als “false” angezeigt wird, ändere nichts.
  • Falls der Wert als “true” angezeigt wird, stelle ihn mit einem Doppelklick um zu “false”.

Das war’s, du bist vor Leaks durch WebRTC geschützt! Falls du WebRTC wieder aktivieren möchtest, wende die gleichen Schritte wie oben beschrieben an, stelle aber media.peerconnection.enabled mit einem Doppelklick wieder auf “true” um.

Chrome

1. Alternative: Du kannst die “WebRTC Leak Prevent”-Erweiterung nutzen, um Leaks in Chrome zu verhindern. Auf manchen Geräten muss aber noch Folgendes gemacht werden, nachdem die Erweiterung installiert wurde:

In den Einstellungen der WebRTC Leak Prevent-Erweiterung (bei “Details”) gibt es zwei Kästchen. Das erste hat automatisch ein Häkchen, das andere hat dieses Häkchen jedoch nicht. Es gibt bei diesem den Hinweis, dass diese Option nur für Chrome v47 gültig ist.  

Falls das Problem mit WebRTC auch weiterhin besteht, nachdem die Erweiterung hinzugefügt wurde, stelle bitte sicher, dass dieses zweite Kästchen auch ein Häkchen bekommt. Versuche es danach nochmal.

2. Alternative: Diese zweite Alternative, um die betreffenden Aspekte von WebRTC zu deaktivieren, ist eine Art ‘Hack’. Wir empfehlen, die aktuellste Version von Chrome zu nutzen, damit alles richtig funktioniert. Der nächste Schritt ist dann, dass du die Datei deiner Benutzerpräferenzen von Chrome änderst. Diese findest du meistens hier:

C:\Users\<dein Windows Benutzername>\AppData\Local\Google\Chrome\User Data\

Bevor du etwas änderst, kopiere bitte die Datei und speichere sie an einem Ort ab, an dem du sie wiederfindest. Dann kannst du später die Änderungen wieder rückgängig machen, falls das nötig sein sollte.

Jetzt musst du zuerst Chrome komplett schließen. Dann öffnest du die Datei und scrollst ganz nach unten oder bis du “variations_seed” siehst. Füge Folgendes zu dieser Datei hinzu:

…,"webrtc": {"multiple_routes_enabled": false},…

Am Ende sollte das so oder so ähnlich aussehen:


Starte jetzt deinen Chrome-Browser neu und es kann losgehen.

Denke daran, dass diese Lösung nur Teile der WebRTC-Funktionalitäten deaktiviert. Deswegen wird deine lokale IP-Adresse bei dem Test  trotzdem sichtbar sein. Das ist aber nicht schlimm, da du mit diesen IPs nicht getrackt werden kannst.

Wenn du möchtest, dass WebRTC wieder vollständig funktioniert, lösche einfach die Zeile wieder, die du wie oben beschrieben hinzugefügt hattest.


Dieser Artikel wurde aus dem Englischen übersetzt.

Haben Sie Fragen? Anfrage einreichen

0 Kommentare

Zu diesem Beitrag können keine Kommentare hinterlassen werden.
Powered by Zendesk